NEUE MUSIK…

Anton Webern hat einmal gesagt,
„Was ist neue Musik? Das ist Musik, die noch nie gehört wurde.“

Es gibt also etwas in der Geschichte – und auch in der Geschichte der Musik – das nie alt wird:
Die Frage nach dem, was wir noch nie gehört oder gesehen haben in der Kunst, in der Musik, im Theater.

Diese Utopie ist auch unser Traum, sichtbar und hörbar zu machen, was da ist, was möglich ist,
aber noch nicht wahrgenommen wurde.

Jede Zeit produziert dieses Unhörbare, Unsichbare.

Ich spiele nicht an auf den Unbekannten bei Canetti, – aber – die Frage ist vielleicht die oder nicht die: was für Emotionen, ja Gefühle löst aus, wahrzunehmen, das bislang wir wahrnehmen nicht konnten?

Kunst scheint zu sein etwas wie ein Katalysator in der eigenen Wahrnehmung.

Nichts benötigen wir mehr als genau dies: Wahrnehmung. EIGENE Wahrnehmung,
und nicht aber Residuen positiver Rückkoppelungsschleifen, die endlos uns vorgaukeln, nicht alleine zu sein mit selbst dem gröbsten Nonsense.

Insoferne ist unsere Kunst ein Antidot auf den Idiot, der in den Echokammern haust,
innerhalb der dort pendelnden Botschaften unbesehen ihres Wertes, ihres Wahrheitsgehaltes oder moralischer Kraft sich für wichtig hält, und glaubt, dass er zählt.