Eine musikhistorische Satire zu Anton Webern
Sommer 1945. In der Stille der nullten Stunde…
… begegnen einander zwei Komponisten auf einer Alm kurz nach dem Untergang des „Tausendjährigen Reichs“. Sagt der eine: „Sagen Sie mal, sind Sie der Komponist?“ – Sagt der andere: „Ja, aber mein Klavier war bei der Partei.“
Aus dieser Orientierungslosigkeit esoterischer Naturpoetik und volkstümlicher Erotik weist ein Jodelkurs den Weg zur Neuen Musik, doch smoking kills: Anton Webern, der Protagonist, stirbt im Kugelhagel eines US-Soldaten wegen Missachtung des Rauchverbots. Oder waren es doch die als 12-Tonmusik getarnten Atombomben-Codes? Dessen ungeachtet feierte Webern fröhliche Urständ als Heiliger Geist der musikalischen Avantgarde…
Für die sechs Dialoge werden Anton Weberns „6 Bagatellen“ op. 9, diese kürzesten Stücke der Musikgeschichte, als „musique d’ameublement“ auf die gesamte Dauer des Abends gedehnt.
A musical-historical satire on Anton Webern
Summer 1945. In the silence of the zero hour…
… two composers meet on an alpine pasture shortly after the fall of the ‘Thousand-Year Reich’. One says: ‘Tell me, are you the composer?’ – The other replies: ‘Yes, but my piano was with the Party.’
Out of this disorientation between esoteric nature poetry and folk eroticism, a yodelling course points the way to New Music, yet ‘smoking kills’: Anton Webern, the protagonist, dies in a hail of bullets fired by a US soldier for flouting the smoking ban. Or was it, after all, the atomic bomb codes disguised as twelve-tone music? Regardless, Webern celebrated a joyful resurgence as the Holy Spirit of the musical avant-garde…
For the six dialogues, Anton Webern’s ‘6 Bagatelles’ Op. 9 – the shortest pieces in the history of music – are stretched out as ‘musique d’ameublement’ to last the entire evening.
Premiere: 26. September 2026, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 27. September & 19.–21. November 2026, 19.30 Uhr
Mit: RRemi Brandner, Markus Zett und dem no string quartet: Sophie Trobos – Geige, Viktoria Hofmarcher – Klarinette, Anna Reisigl – Kontrabass, Antonia Kapelari – Es-Althorn, Trompete / Text, Komposition, Inszenierung: Thomas Cornelius Desi / Videographie: Peter Koger / Licht: Edgar Aichinger / Dramaturgische Begleitung: Nicole Horny / Regiehospitanz: Katharina Schlereth / Produktionsleitung: Jonas Nikolai
Eine Produktion der Musiktheatertage Wien 2026 in Kooperation mit Theater Nestroyhof Hamakom
Gefördert durch die Stadt Wien & das BMWKMS.
Mit Dank an Nikolaus Bresgen.